THE MET Residency-Programm für Kunsthandwerker

Neue Perspektiven gestalten

Das aus der Partnerschaft zwischen Vacheron Constantin und dem Metropolitan Museum of Art in New York hervorgegangene Residency-Programm für Kunsthandwerker vereint künstlerisches und kulturelles Erbe, Handwerkskunst, Innovation sowie zeitgenössische Kreation.

Die Zusammenarbeit

Gemeinsames Engagement für das Kunsthandwerk

Seit 2023 haben sich Vacheron Constantin und das Metropolitan Museum of Art rund um ein gemeinsames Ziel zusammengefunden: das künstlerische Erbe bewahren und es gleichzeitig der Handwerkskunst ermöglichen, sich durch zeitgenössische Kreation weiterzuentwickeln.

Beim Residency-Programm für Kunsthandwerker wird diese Vision durch Mentorentum, Experimentieren und die Weitergabe von Wissen umgesetzt.

Die Residenz Aspen Golann Ibrahim Said Joy Harvey Handwerkskunst Weitergabe
Die Künstler

Drei Künstler. Drei Materialien. Drei Interpretationen.

Die drei Kunsthandwerker ließen sich durch die Kollektionen von The Met und die Métiers d’Art-Ateliers von Vacheron Constantin inspirieren. Dabei verwendeten sie ihr eigenes Material, ihre Kultur und ihre kreativen Sprache, um jahrhundertealte Techniken zu erkundeten.

Vessels – monumentale Gefäße

Aspen Golann

Aspen Golann in ihrer Werkstatt.

Möbeltischlerei   Holzschnitzerei   Zimmerei   Skulptur

Während ihrer Zeit bei Vacheron Constantin verbrachte die amerikanische Künstlerin Aspen Golann ihre Tage an der Seite von Graveuren und Emaillierern der Maison. Dabei erlernte sie Techniken, die zu verwenden sie nie zuvor einen Grund hatte: das geduldige Schnitzen des Reliefs für ein Zifferblatt, das Schichten von Farbe unter einer Lötlampe.

Was sie aus den Ateliers mitnahm, fand seinen Weg in ein monumentales Gefäß aus geschnitztem Holz von rund eineinhalb Metern Höhe: ein Werk, das wie eine Uhr Handgriff für Handgriff zusammengesetzt wird.

Holzschnitzerei in Arbeit.
Shaping Time – Dreistufige Konstruktion

Ibrahim Said

Ibrahim Said in seiner Werkstatt.

Keramik   Modellierung   Gravur

Als Ibrahim Said bei Vacheron Constantin ankam, war er bereits tief in der ägyptischen Keramiktradition verwurzelt, bei der er Ton in Formen bringt, die die Erinnerung an antike Motive bergen. In den Werkstätten der Maison eröffnete sich für ihn mit dem Austausch rund um Gravur, Emaillerung und Lackmalerei eine neue Richtung für seine handwerkliche Arbeit. Das Resultat ist eine dreistufige Vertikalkonstruktion, die so breit wie hoch ist (137 cm x 91 cm).

Keramik und Haute Horlogerie teilen sich selten eine Werkstatt, doch beide vertreten dieselbe strenge Disziplin: vollkommene Beherrschung eines Materials, das keine Fehler verzeiht. Bei seiner Konstruktion schaute sich Said die Präzision der Graveure der Maison ab und wendete sie auf Ton an. Ein Handwerk in seinen Händen, das er schon mit viel Geduld ausführt.

Der laufende Modellierungsprozess.
VERFALLENDE PRACHT – BRONZE DIADEM

Joy Harvey

Joy Harvey in ihrer Werkstatt.

Goldschmiede   Guillochieren

Während ihrer Künstlerresidenz verbrachte die Goldschmiedin Joy Harvey ihre Zeit bei Vacheron Constantin neben den Guillochierern der Maison und erlernte eine Disziplin, die von Wiederholung und Selbstbeherrschung lebt. Unter Verwendung dieser Technik gravierte sie Floralmotive auf ein Bronze-Diadem aus einer für diesen Zweck hergestellten Legierung mit 60 % Gold. Dann verunstaltete sie das Muster absichtlich durch Hämmern und arbeitete gegen die Präzision an, die sie gerade erlernt hatte.

Joy Harvey erkundet mit ihrem Diadem Schönheit, Unvollkommenheit und das Verstreichen der Zeit. Es handelt sich um dieselben Fragen, die das Guillochieren seit Jahrhunderten mit jeder wiederholten Linie still und leise aufwirft. Bei ihrer Residenz wurden zwei auf Präzision beruhende Handwerke einander gegenübergestellt, und jedes zeigte dem anderen, was passiert, wenn es absichtlich zerstört wird.

Auf ein Bronze-Diadem gravierte Floralmotive.
Die Zusammenarbeit

Eine Partnerschaft, die auf Dauer angelegt ist

Was 2023 zwischen Vacheron Constantin und dem Metropolitan Museum of Art als gemeinsames Vorhaben begann, wurde zu einem anhaltenden Austausch: Mit jeder Residenz kam ein neues Material, eine neue Perspektive und eine neue Art hinzu, zu hinterfragen, was aus Handwerk immer noch werden kann.

Das Residency-Programm für Kunsthandwerker ist kein einzelner Moment, sondern ein fortlaufendes Engagement für Mentorentum, Experimentieren und die Weitergabe von Erlerntem.

Weitergabe

Handwerkskunst
ist ein lebendiges Erbe

Aspen Golann, wie sie ein geschnitztes Holzgefäß fertigt.

Für Vacheron Constantin gehört Weitergabe seit 1755 zur eigenen Geschichte. Durch Mentorentum und Zusammenarbeit wird die Handwerkskunst nicht nur bewahrt, sondern auch kontinuierlich bereichert, herausgefordert und vorangebracht.

Joy Harvey beim schöpferischen Prozess in ihrer Werkstatt.